Konkretere Planungen für Windkraftanlagen rund um Tuttlingen

Tuttlingen: Stadt macht Windkraftpläne konkreter – sechs bis acht Anlagen am Hattinger Berg und drei bis vier am Konzenberg, inkl. Speicher.

Von Redaktion Tuttlingen2 Min. Lesezeit
Windkraft auf dem Hattinger Berg: So würde der Blick auf die Anlage bei der Möhringer Donaubrücke aussehen… …und so der Blick auf den Konzenberg von der B 14 in Richtung Wurmlingen aus.

Foto: WEBW / Stadt Tuttlingen Hinweis: Sie können das von uns zur Verfügung gestellte Bildmaterial unter Angabe der

Foto: WEBW / Stadt Tuttlingen Hinweis: Sie können das von uns zur Verfügung gestellte Bildmaterial unter Angabe der

Windkraftpläne rund um Tuttlingen werden konkreter

Rund um Tuttlingen nehmen die Planungen für neue Windkraftanlagen konkrete Formen an. Im Technischen Ausschuss stellte die Stadt am Donnerstag den aktuellen Stand der Vorhaben auf dem Hattinger Berg und dem Konzenberg vor.

Auf dem Hattinger Berg will die WEBW Neue Energie GmbH sechs bis acht Windkraftanlagen errichten. Nach Angaben der Projektierer könnten die Anlagen Strom für rund 100.000 Personen erzeugen. Ergänzend sollen drei Batteriespeicher entstehen, um Energie aus windreichen Tagen für windschwächere Zeiten zu speichern.

OB Michael Beck sagte dazu: „Mit dieser Anlage werden wir ein ganzes Stück energieunabhängiger“.

Projekt auf dem Hattinger Berg mit regionalem Schwerpunkt

Hinter dem Vorhaben steht die WEBW Neue Energie GmbH, ein Tochterunternehmen der Landsiedlung Baden-Württemberg und der KWA-Contracting. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben nur in Baden-Württemberg tätig und setzt bewusst regionale Schwerpunkte. Nach längeren Vorgesprächen habe die WEBW nun konkretes Interesse am Hattinger Berg angemeldet. Grundlage dafür seien unter anderem Messungen vor Ort gewesen, die eine um 14 Prozent höhere Energieausbeute als im Windatlas prognostiziert ergaben.

Aktuell laufen Vertragsverhandlungen, zugleich werden weitere Umweltprüfungen durchgeführt und erste Schritte des Genehmigungsverfahrens vorbereitet. Zudem arbeitet die WEBW an möglichen Beteiligungsmodellen. Denkbar sei unter anderem die Gründung einer Bürgerenergiegesellschaft, an der sich auch Unternehmen und Privatleute beteiligen können. Für größere Abnehmer seien außerdem Direktstromverträge möglich. Dabei würden Unternehmen ihren Strom ohne den Umweg über das öffentliche Netz direkt vom Hattinger Berg beziehen und so vor allem Netzentgelte sparen.

Konzenberg mit drei bis vier geplanten Anlagen

Auch auf dem Konzenberg gibt es konkrete Planungen. Dort wollen die Badenova und die swt gemeinsam drei bis vier Windkraftanlagen in einem interkommunalen Windpark auf den Gemarkungen Tuttlingen und Wurmlingen errichten. Nach derzeitiger Einschätzung könnten rechnerisch rund 29.000 Verbraucher versorgt werden. Wie beim Hattinger Berg sind auch hier Batteriespeicher vorgesehen.

Die Badenova bringt zudem Direktstrom für Unternehmen und Bürgerbeteiligungen ins Gespräch. Der Baubeginn wäre nach Angaben der Planer frühestens 2030.

Flächen werden angepasst

In den vergangenen Monaten haben sich beide Projektierer nach eigenen Angaben intensiv mit ihren Vorhaben und den örtlichen Gegebenheiten befasst. Dabei kam die Badenova zu dem Ergebnis, dass die bislang im Regionalplan für den Windkraftstandort Konzenberg ausgewiesenen Flächen noch nicht optimal sind. Die Flächen am Hattinger Berg mussten im Flächennutzungsplan erst abgebildet werden.

Für den Hattinger Berg ist vorgesehen, aus einer großen Fläche drei kleinere zu machen, die sich weiter über den Höhenrücken verteilen. Am Konzenberg soll der Bereich erweitert werden, damit die optimalen Standorte für die einzelnen Anlagen im Geltungsbereich liegen.

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