Landratsamt verlängert Verbot der Wasserentnahme bis 31. Oktober 2026
Das Landratsamt verlängert das seit dem 18. Juni geltende Verbot, Wasser aus oberirdischen Gewässern zu entnehmen, bis zum 31. Oktober 2026. Hintergrund sind weiterhin sehr niedrige Wasserstände im gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis.
Nach Angaben der Kreisverwaltung ist für die erste Oktoberhälfte nicht damit zu rechnen, dass sich die Lage durch Niederschläge verbessert. Deshalb bleiben alle Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern zum Zwecke der Wassernutzung untersagt.
Extrem niedrige Pegelstände
An allen Pegeln im Schwarzwald-Baar-Kreis sind die Wasserstände derzeit extrem niedrig. Am Landespegel Hammereisenbach an der Breg wurde am Stichtag 29. September ein Abfluss von nur 200 Litern pro Sekunde gemessen. Das ist nach Angaben des Landratsamts der niedrigste jemals gemessene Wert.
Auch wenn in der zweiten Oktoberhälfte Regen fallen sollte, rechnet das Landratsamt kurzfristig nicht mit einer deutlichen Verbesserung. Durch die monatelange Trockenheit seien die Bodenwasserspeicher praktisch leer. Erst wenn diese wieder etwas aufgefüllt seien, könnten sich die Wasserstände erholen.
Entspannung erst im Winter erwartet
Grundwasser wird hauptsächlich durch Herbst- und Winterniederschläge neugebildet. Unter normalen Bedingungen sei deshalb erst im Winter mit einer Entspannung der Trockensituation zu rechnen.
Das aktuelle Verbot gilt für alle Kreisbewohner. Die Allgemeinverfügung kann unter folgender Adresse eingesehen werden: www.Lrasbk.de/öffentliche-bekanntmachungen.
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