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Sundheimer Grund in Kehl: Stadt entwickelt Streuobstwiesen und Ackerflächen naturnah weiter

Schutzgebiet im Sundheimer Grund
Im Sundheimer Grund in Kehl entwickelt die Stadt ein Schutzgebiet weiter.
Die Stadt will daraus ein artenreiches Biotopmosaik machen.
Die Stadt nennt dafür eigene Angaben.
Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von 58 Hektar.
Manche Flächen wirken laut Stadt auf Spaziergängerinnen verwildert.
Die Stadt sagt, diese Flächen dienen vielen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum.
Streuobstwiesen und Pflege
Etwa ein Drittel der Flächen sind ehemalige Streuobstwiesen.
Rund 60 Prozent dieser Flächen sind verpachtet.
11 Hektar sind nicht mehr verpachtet.
Auf den unverpachteten Flächen liegt der Anteil ehemaliger Streuobstwiesen bei etwa 62 Prozent.
Die Stadt pflegt diese Flächen selbst.
Michael Faller arbeitet bei der Stabsstelle für Nachhaltige Stadtentwicklung.
Michael Faller nennt die Pflege „Pragmatische Baumschnitte“.
Die Pflegeschnitte sollen nicht die Erträge steigern.
Die Pflegeschnitte sollen die Vitalität der Bäume erhalten.
Die Pflegeschnitte sollen Pflegerückstände aufholen.
Die Stadt sagt, nicht alle früher verpachteten Flächen wurden ausreichend gepflegt.
Die Stadt entfernt sterbende oder abgestorbene Obstbäume nicht.
Die Stadt lässt diese Bäume als Habitatbäume stehen.
Habitatbäume bieten laut Stadt Lebensraum für den Wendehals.
Habitatbäume bieten laut Stadt Lebensraum für den Wiedehopf.
Habitatbäume bieten laut Stadt Lebensraum für den Steinkauz.
Auch Totholz bleibt auf den von der Stadt gepflegten Flächen liegen.
Die Stadt begründet das damit, dass Totholz Insekten anzieht.
Insekten liefern laut Stadt wiederum Nahrung für Vögel.
Die Stadt nutzt auf den Wiesen statt intensiver Mahd die Beweidung.
Beweidung seit 2024
Seit 2024 weiden Tiere auf freiwerdenden Pachtflächen im Sundheimer Grund.
Die Stadt lässt dabei abwechselnd Galloway-Rinder weiden.
Die Stadt lässt dabei abwechselnd Burenziegen weiden.
Gregor Koschate spricht über den Baumschutz.
Gregor Koschate sagt, die Stadt prüfe den Baumschutz fortlaufend.
Im vergangenen Jahr gab es laut Stadt vereinzelt Verbissschäden durch Ziegen.
Seitdem sind die Verbissschäden laut Stadt deutlich zurückgegangen.
Die Stadt prüft zudem unterschiedliche Systeme zum besseren Schutz der Bäume.
Renaturierung auf früheren Ackerflächen ab 2026
Bei 23 Prozent der unverpachteten Flächen handelt es sich um ehemals landwirtschaftlich genutzte Böden.
Die Stadt renaturiert diese Flächen seit 2026.
Ein Beispiel liegt direkt an einem Altrheinarm.
Das Regierungspräsidium setzte dazu Anfang dieses Frühlings Schaufelbagger ein.
Das Regierungspräsidium setzte dazu schwere Baumaschinen ein.
Seither entsteht auf der ehemaligen Ackerfläche eine artenreiche Feuchtwiese.
Die Stadt und das Regierungspräsidium nennen ein Auenrelief als Bestandteil.
Die Feuchtwiese soll künftig seltenen Amphibien Lebensraum bieten.
Zu den Amphibien zählen Kammmolche.
Zu den Amphibien zählen Kreuzkröten.
Die Feuchtwiese soll auch Schmetterlingen Lebensraum bieten.
Die Feuchtwiese soll auch Wildbienen Lebensraum bieten.
Die Feuchtwiese soll auch Libellen Lebensraum bieten.
Die Experten des Regierungspräsidiums und der Stadt rechnen mit einer Entwicklungszeit bis zu fünf Jahren.
Die Maßnahme wurde durch einen Flächentausch möglich.
Das Land Baden-Württemberg bot dem vorherigen Pächter eine vergleichbare Ackerfläche an.
Diese Ackerfläche lag außerhalb des Landschaftsschutzgebiets.
Der Pächter gab die Fläche an die Stadt Kehl zurück.
Auch zwei weitere Renaturierungsprojekte wurden durch Flächentausch möglich.
Eine 9400 Quadratmeter große Fläche soll zu einer Mähwiese oder Weide werden.
Auf dieser 9400 Quadratmeter großen Fläche baute der Pächter zuvor Mais an.
Eine weitere Fläche hat rund 3700 Quadratmeter.
Auf dieser rund 3700 Quadratmeter großen Fläche wuchs zuvor Getreide.
Die Stadt will auch diese Fläche als Mähwiese oder Weide nutzen.
Die Stadt will das in einem finanziell tragfähigen Umfang umsetzen.
Die Stadt will das in einer für die Stadt tragfähigen Intensität umsetzen.
Warum das Gebiet besonders geschützt ist
Im November 1996 erklärte das Regierungspräsidium in Freiburg ein Naturschutzgebiet.
Das Regierungspräsidium handelte in Absprache mit der Stadt Kehl.
Das Gebiet hatte damals eine Größe von rund 20 Hektar.
Die Erklärung gilt für den Sundheimer Grund.
Das Areal genießt damit den strengst möglichen Schutz.
Um das Naturschutzgebiet liegt ein Landschaftsschutzgebiet.
Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 38 Hektar.
Der Sundheimer Grund besitzt laut Bericht ein Geflecht aus unterschiedlichen Biotopen.
Das Gebiet bietet wegen seiner Artenvielfalt Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen.
Ein Gemeinderatsbeschluss regelt die Vergabe von Pachtflächen.
Pachtlose Flächen werden im Schutzgebiet bis auf Weiteres nicht wieder verpachtet.
Seit September 2025 sind dadurch 34 000 Quadratmeter an die Stadt zurückgegangen.