Mehr Stau auf den Autobahnen vom 9. bis 11. Oktober

Am zweiten Oktoberwochenende rechnet der ADAC auf Deutschlands Autobahnen mit deutlich mehr Verkehr. Nach der Stauprognose für den Zeitraum vom 9. bis 11. Oktober 2026 beginnt in Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen die Herbstferienzeit, während in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland bereits die zweite Ferienwoche läuft.
Besonders dicht dürfte es demnach am Freitagnachmittag sowie am Samstagvormittag werden. Zwar bleibt das Verkehrsaufkommen laut ADAC unter dem Niveau der Sommerferien, doch kommen bei gutem Herbstwetter am Samstag und Sonntagvormittag zusätzlich viele Tagesausflügler hinzu. Genannt werden als Ziele unter anderem die Alpen und Mittelgebirge sowie Küstenregionen und Seen. Am Nachmittag und Abend ist mit stärkerem Rückreiseverkehr zu rechnen.
Rund 1100 Baustellen bremsen den Verkehr
Zusätzlich erschweren zahlreiche Baustellen die Fahrt. Der ADAC nennt derzeit rund 1100 Baustellen auf deutschen Autobahnen. Besonders staugefährdet sind demnach unter anderem die A1, A2, A3, A4, A5, A6, A7, A8, A9, A10, A96 und der Autobahnring München A99.
Auch regional können Veranstaltungen für volle Straßen sorgen. Am Hockenheimring findet das Saisonfinale der DTM statt, in Stuttgart endet am Sonntag der Cannstatter Wasen.
Abfahrtssperren und Transitstrecken im Blick
Um Ausweichverkehr durch Ortschaften zu vermeiden, können in mehreren Regionen Abfahrtssperren aktiviert werden. Betroffen sind in Deutschland bei Stau unter anderem die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach, die A93 Inntalautobahn sowie die B2/B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Über die Aktivierung entscheidet die Verkehrspolizei kurzfristig in Abstimmung mit der Autobahn GmbH und den jeweiligen Landkreisen.
Auch auf wichtigen Transitstrecken im Ausland erwartet der ADAC Behinderungen. In Österreich nennt er unter anderem die A1 West Autobahn, die A9 Pyhrn Autobahn, die A10 Tauern Autobahn, die A11 Karawanken Autobahn, die A12 Inntal Autobahn, die A13 Brenner Autobahn und die A14 Rheintal/Walgau Autobahn. Auf der A13 zwischen Innsbruck und Brenner sorgt die Sanierung der Luegbrücke weiter für Einschränkungen. In der Schweiz dürften die A1 Bern-Zürich-St. Margrethen, die Gotthardroute A2 Basel-Luzern-Chiasso, die A3 Basel-Zürich-Chur und die San-Bernardino-Route A13 stärker belastet sein. In Italien kann es auf der A9/A7 zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua sowie auf der Brennerautobahn A22 voller werden. Bei der Einreise nach Deutschland kann es wegen Grenzkontrollen zu Wartezeiten kommen.
Nebel als zusätzliches Risiko
Mit Blick auf das Herbstwetter warnt der ADAC zudem vor Nebel, der die Sicht vor allem morgens und abends stark einschränken kann. Empfohlen werden angepasste Geschwindigkeit, ausreichender Abstand und das manuelle Einschalten des Abblendlichts. Auf die Lichtautomatik sollten sich Autofahrer bei Nebel nicht verlassen. Die Nebelschlussleuchte darf erst bei einer Sichtweite von unter 50 Metern eingeschaltet werden; zugleich gilt dann eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
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