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Weltkriegsbombe in Stuttgart-Nord entschärft

Mehrere Hundert Anwohner mussten wegen eines Fundes in der Eduard-Pfeiffer-Straße ihre Wohnungen verlassen

Von Redaktion

In Stuttgart-Nord ist am Freitagvormittag eine Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft worden. Der Blindgänger war bei Baggerarbeiten auf einer Baustelle in der Eduard-Pfeiffer-Straße entdeckt worden. Wegen der unmittelbaren Gefahr musste die Maßnahme ohne Verzögerung eingeleitet werden.

Fund während Bauarbeiten löst großangelegte Evakuierung aus

Nach Angaben der Feuerwehr Stuttgart handelte es sich um einen rund 250 Kilogramm schweren Sprengkörper. Da in dem Fund ein chemischer Langzeitzünder verbaut war, bestand die Gefahr einer unkontrollierten Umsetzung. Deshalb wurde um den Fundort zunächst eine Sperrzone mit einem Sicherheitsradius von rund 250 Metern eingerichtet.

Zur Warnung der Bevölkerung wurde die höchste Stufe der Bevölkerungswarnung ausgerufen. Betroffen waren mehrere hundert Anwohnerinnen und Anwohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten.

Evakuierung und Entschärfung am Freitagmittag

Die Evakuierung begann um 11:00 Uhr. Im Anschluss startete die Entschärfung des Blindgängers. Gegen 13:00 Uhr wurde die erfolgreiche Entschärfung der Weltkriegsbombe gemeldet. Danach wurde der Sprengkörper sicher verladen und abtransportiert.

Für die Dauer des Einsatzes richteten die Kräfte in der Sporthalle des Hölderlin-Gymnasiums in der Hölderlinstraße eine Notunterkunft ein. Dort wurden die betroffenen Personen betreut, die ihre Wohnungen vorübergehend verlassen mussten.

Großer Kräfteaufwand und zentrale Koordination

Während der Maßnahme waren nach Angaben der Feuerwehr über 300 Kräfte der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr im Einsatz. Zusätzlich war die Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Für die rückwärtige Organisation richtete die Feuerwehr einen Führungsstab in der Integrierten Leitstelle ein.

Auch die Informationslage für die Bevölkerung wurde parallel organisiert. Das Amt für öffentliche Ordnung schaltete ein Bürgertelefon, über das zahlreiche Anrufe eingingen. Zusätzlich wurden ein Live-Ticker auf der Seite der Stadt sowie Berichte über die Social-Media-Kanäle der Stadt genutzt, um laufend zu informieren.

Zusammenarbeit als entscheidender Faktor

Die Einsatzlage wurde von mehreren Organisationen gemeinsam bewältigt. Laut Mitteilung trugen die Zusammenarbeit von Polizei, Rettungsdienst, Einheiten des Bevölkerungsschutzes, Kampfmittelbeseitigungsdienst, Regierungspräsidium, Landeshauptstadt Stuttgart, Energieversorger sowie weiteren Mitwirkenden zum erfolgreichen Einsatz bei.

Die Landeshauptstadt dankte zudem allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung bei den Evakuierungsmaßnahmen und für ihr Verständnis während des Einsatzes.

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