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Großkontrolle in Reutlingen: Viele Verstöße bei Zweirädern

Bei einem Aktionstag der Polizei wurden Radfahrer, E-Scooter, Motorrad- und Autofahrer kontrolliert – 76 Radler und 34 E-Scooter-Fahrzeuge fielen auf.

Von Redaktion
Großkontrolle in Reutlingen: Viele Verstöße bei Zweirädern
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Mit einem umfassenden Kontrolltag hat sich das Polizeipräsidium Reutlingen am bundesweiten Aktionstag „sicher.mobil.leben“ beteiligt. Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Sicherheit des Zweiradverkehrs. Rund 140 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte waren nach Angaben der Mitteilung im Einsatz.

Schwerpunkt auf Radverkehr, Pedelecs und E-Scootern

Im Rahmen der Aktion führten die Einsatzkräfte zahlreiche Gespräche mit Radlern, Pedelec- und E-Scooter-Fahrern. Dabei ging es um verkehrsgerechtes Verhalten und um den besonderen Schwerpunkt des Aktionstags. Parallel dazu wurden Kontrollen durchgeführt.

Von rund 280 kontrollierten Radfahrern wurden mehr als ein Viertel beanstandet, konkret 76. Gründe waren unter anderem die Nutzung von Kopfhörern oder des Handys während der Fahrt, das Ignorieren gekennzeichneter Radwege sowie technische Mängel an den Zweirädern. Genannt werden defekte Beleuchtungen, fehlende Klingeln oder fehlende Reflektoren.

Auch E-Scooter und andere Zweiradfahrzeuge im Blick

Zusätzlich kontrollierte die Polizei E-Scooter. 34 Fahrzeuge, also etwa ein Drittel, wiesen demnach keinen erforderlichen Versicherungsschutz auf. Wegen Fehlverhaltens in Fußgängerzonen und auf Radwegen müssen sich zudem zwei Rollerfahrer auf entsprechende Strafanzeigen einstellen.

Unter den kontrollierten Zweiradfahrern waren außerdem mehr als 150 Motorradfahrer. Hinzu kamen rund 170 Kraftfahrzeuglenker. Von diesen wurden 100 beanstandet. Die Gründe reichten nach Angaben der Mitteilung von blockierten Radverkehrsflächen über das Fahren auf Fahrradstraßen bis hin zu technischen Veränderungen an Motorrädern, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis geführt hatten.

Auch Autofahrer wurden aus dem Verkehr gezogen, weil sie alkoholisiert oder unter dem Einfluss berauschender Mittel standen.

Kontrollen sollen fortgesetzt werden

Die Polizei verweist auf die wachsende Bedeutung des Zweiradverkehrs im Zuge der Mobilitätswende. Zweiräder seien flexibel nutzbar, umweltfreundlich und fester Bestandteil des Straßenverkehrs. Zugleich nehme mit ihrer Beliebtheit auch die Zahl der Unfälle zu, an denen Zweiradfahrer beteiligt sind. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sollen die Kontrollen fortgesetzt werden.

Unfallzahlen im Bereich Reutlingen

Zusatzinformationen der Mitteilung nennen für das Gebiet des Polizeipräsidiums Reutlingen im Jahr 2025 insgesamt 2294 aufgenommene Unfälle unter Beteiligung von Zweirädern. Darunter wurden 1897 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert.

  • 25 Zweiradnutzerinnen und -nutzer tödlich verletzt
  • 342 schwer verletzt
  • 1557 leicht verletzt
  • Bemerkenswert ist nach Angaben der Mitteilung auch ein Vergleich zum vergangenen Jahr: Erstmals seien beim Aktionstag unter den tödlich verletzten Zweiradfahrern zwei E-Scooter-Fahrer zu verzeichnen gewesen.

    Die Bilanz des Aktionstags zeigt damit vor allem eines: Der Blick der Polizei richtet sich nicht nur auf einzelne Verstöße, sondern auf ein breites Spektrum im Zweirad- und Straßenverkehr. Der Schwerpunkt liegt klar auf Kontrolle, Aufklärung und der Fortsetzung entsprechender Maßnahmen.

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