Erfolg gegen Hacker-Netzwerk HIVE
International gesuchter Hauptverantwortlicher mit europäischem Haftbefehl belegt – Ermittlungen dauern an

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Im Kampf gegen die organisierte Cyberkriminalität wurde ein bedeutender Fortschritt erzielt: Die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und das Polizeipräsidium Reutlingen berichten gemeinsam über einen entscheidenden Schlag gegen das Hacker-Netzwerk "HIVE". Im Zuge umfangreicher Ermittlungen, die von der Kriminalpolizeidirektion Esslingen federführend geführt wurden, konnte ein international gesuchter Kopf der Gruppe identifiziert werden. Gegen ihn wurde nun ein europäischer Haftbefehl erlassen.
Hintergrund: Das Netzwerk HIVE
Die Gruppierung "HIVE" operierte weltweit und nutzte ein sogenanntes Ransomware-as-a-Service-Modell. Hierbei arbeiteten verschiedene Beteiligte arbeitsteilig zusammen. Affiliates drangen dabei in IT-Netzwerke ein, exfiltrierten sensible Daten und verschlüsselten anschließend Computersysteme unter Nutzung speziell entwickelter Schadsoftware. Dieses Vorgehen richtete sich insbesondere gegen öffentliche Einrichtungen und Unternehmen.
Die Professionalität und das organisierte Vorgehen der Gruppe äußerten sich auch in der Erpressung hoher Lösegelder für die Entschlüsselung und Nichtveröffentlichung der gestohlenen Daten. Der wirtschaftliche Schaden dieser Angriffe erstreckt sich auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag.
Ermittlungen und internationale Zusammenarbeit
Die Ermittlungen fanden länderübergreifend statt. Bereits 2022 begann das Cybercrime-Zentrum mit der zentralen Koordination und führte im Frühjahr 2023 gemeinsam mit internationalen Partnern einen erfolgreichen Take-Down des Netzwerks durch. Dabei wurden zahlreiche Datensätze analysiert – darunter Chatnachrichten und Transaktionen mit Kryptowährungen. Die enge Zusammenarbeit mit Behörden aus Europa und Nordamerika war maßgeblich für die Identifizierung des mutmaßlichen Hauptverantwortlichen.
Dem Hauptbeschuldigten sowie weiteren Tatbeteiligten wird zur Last gelegt, weltweit mehr als 300 Unternehmen und mindestens neun Firmen in Deutschland mit Schadsoftware attackiert, Daten entwendet und verschlüsselt zu haben. Weitere geplante Maßnahmen zur Festnahme und Anklage erfolgen in enger internationaler Abstimmung.
Starke Anreize zur Ergreifung
Angesichts der hohen Bedeutung des Beschuldigten in der Hacker-Szene hat die US-Regierung eine Belohnung in Höhe von zehn Millionen US-Dollar zur Ergreifung ausgelobt. Die Ermittlungen gegen Administratoren der Gruppe "HIVE" sowie weitere Geschäftspartner dauern weiterhin an.
Weiterführende Informationen und Kontaktmöglichkeiten
FBI-Fahndungsseitehttps://www.fbi.gov/wanted/cyber/tymoshchuk
Die aktiven Ermittlungen zeigen, dass der Kampf gegen professionelle Cyberkriminalität nur durch internationale Zusammenarbeit und akribische Analyse von Daten sowie Finanzströmen wirkungsvoll geführt werden kann. Weitere Entwicklungen werden mit Spannung erwartet.
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