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Dunkle Seiten der Leichtathletik enthüllt

ZDF-Dokumentation zeigt Machtmissbrauch im Spitzensport und fordert Veränderungen

Von Redaktion
Dunkle Seiten der Leichtathletik enthüllt
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbHBild 1 von 2

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Die neue "frontal"-Dokumentation mit dem Titel „Gold, Silber, Machtmissbrauch – die dunkle Seite der Leichtathletik“ greift ein Thema auf, das lange Zeit in der Sportwelt tabuisiert wurde. Ab dem 9. September 2025 wird sie ab 10:00 Uhr in der Web App des ZDF verfügbar sein und ab 21:00 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt. Im Zentrum steht der mutige Schritt mehrerer Top-Athletinnen, die nach Jahren des Schweigens ihre Erfahrungen mit Machtmissbrauch und übergriffigem Verhalten durch Trainer öffentlich machen.

Sportliche Nähe und Machtmissbrauch im Leistungssport

Die Dokumentation zeichnet ein differenziertes Bild der besonderen Beziehungen zwischen Trainern und Athletinnen – Beziehungen, die von gegenseitigem Vertrauen geprägt sein sollten, aber in manchen Fällen ausgenutzt wurden. Thematisiert werden aufdringliche Liebesbekundungen, Missbrauch sowie die Frage, ob sich hinter dem sportlichen Erfolgsdruck ein tiefergehendes, systemisches Problem verbirgt. Im Raum steht der Verdacht, dass Trainer ihre Machtposition teilweise ungestraft missbrauchen konnten.

Stimmen der Athletinnen und konkrete Vorwürfe

  • Eileen Demes, Deutsche Meisterin über 400 Meter Hürden, spricht offen über ihren langen Kampf und beschreibt das öffentliche Ansprechen der Vorfälle als „Befreiung“.

  • Jessica-Bianca Wessolly, Europameisterin mit der 4x100-Meter-Staffel, fordert gemeinsam mit anderen Athletinnen ein Ende des Schweigens und klare Konsequenzen für grenzüberschreitendes Verhalten von Trainern.

  • Heike Heinkel, Olympiasiegerin im Hochsprung 1992, unterstützt den Ruf nach strukturellen Veränderungen in der Leichtathletik.

    Ehemalige Landes- und Bundeskader sowie weitere Betroffene schildern in der Doku schwerwiegende Erlebnisse: Sexuell übergriffige Chat-Nachrichten und unerwünschte Berührungen werden ebenso zur Sprache gebracht wie die emotionale Belastung durch jahrelanges Schweigen.

    Ermittlungen und juristische Konsequenzen

    Die Staatsanwaltschaft Mannheim ist mit dem Fall betraut: Sie ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs gegen Trainer, und es wurden bereits Anklagen erhoben. Die fortlaufenden Ermittlungen unterstreichen, dass die Problematik nicht nur individuelle Schicksale betrifft, sondern die Strukturen des Spitzensports insgesamt herausfordert.

    Ein System unter Beobachtung?

    Die Frage, ob es sich bei den dokumentierten Fällen um Einzelfälle oder Teil eines umfassenderen Problems im Spitzensport handelt, zieht sich als roter Faden durch die Dokumentation. Die Stimmen der betroffenen Athletinnen und die laufenden Ermittlungen machen deutlich, dass im Umgang mit Macht und Nähe im Leistungssport neue Wege gefunden werden müssen.

    Weitere Informationen und Presseanfragen

    Pressevertreter können Preview-Material im Vorführraum des ZDF-Presseportals nach Login einsehen. Pressefotos zur Dokumentation sind sowohl als Download als auch auf Anfrage erhältlich.

    Die Ausstrahlung der Dokumentation rückt den Fokus auf den notwendigen Diskurs innerhalb des deutschen Leistungssports – ein erster Schritt, der möglicherweise zu durchgreifenden Veränderungen führen könnte.

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