Wasserentnahmeverbot im Rems-Murr-Kreis verlängert
Im Rems-Murr-Kreis bleibt das Wasserentnahmeverbot aus oberirdischen Gewässern bis zum 31. Oktober 2026 in Kraft. Das Landratsamt hat die seit Ende Juni geltende Allgemeinverfügung verlängert, weil sich die Niedrigwassersituation in Flüssen und Bächen nicht entspannt hat und die Trockenheit im September die Lage weiter verschärfte.
Nach Angaben des Landratsamts liegen die Pegelstände im Kreisgebiet größtenteils auf einem extrem niedrigen Niveau. Auch für den Oktober geben die Wetterprognosen nach Einschätzung der Behörde derzeit keinen Anlass zur Entwarnung. Ergiebiger Regen, der die Gewässer spürbar erholen lassen könnte, sei aktuell nicht absehbar.
Die anhaltend geringe Wasserführung belastet die Gewässerökologie erheblich. Nach Darstellung des Landratsamts konzentrieren sich Schadstoffe stärker, Tiere können sich nicht mehr im gesamten Gewässer bewegen, und Teillebensräume werden voneinander abgeschnitten. Betroffen seien nicht nur Fischbestände, sondern alle wassergebundenen Tier- und Pflanzenarten.
Sollten anhaltende Niederschläge die Pegelstände nachhaltig verbessern, kann die Beschränkung auch vor dem 31. Oktober 2026 aufgehoben werden. Das Landratsamt bittet die Bürgerinnen und Bürger, sparsam mit Wasser umzugehen und die Regelungen einzuhalten. Außerdem soll weiterhin auf das Betreten der fließenden Gewässer verzichtet werden, um die verbliebenen Rückzugsräume für Fische und andere Wasserlebewesen nicht zusätzlich zu beeinträchtigen.
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