Mehr Plätze für Schulkinderbetreuung im Landkreis Ludwigsburg geplant

Der Landkreis Ludwigsburg plant bis 2029 insgesamt 1.419 zusätzliche Schulkind-Betreuungsplätze. Die Ausbaupläne reagieren auf den geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

Von Redaktion LK Ludwigsburg2 Min. Lesezeit

Im Landkreis Ludwigsburg soll die Betreuung von Schulkindern weiter deutlich wachsen. Für 2027 sind 706 zusätzliche Plätze geplant, für 2028 weitere 384 und für 2029 noch einmal 329. Die Kommunen reagieren damit auf den seit diesem Jahr geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

Die Zahlen stehen im Bericht zur Kindertagesbetreuung, der am Mittwoch, 7. Oktober 2026, im Jugendhilfeausschuss vorgestellt wurde. Zum Jahresende 2025 lebten im Landkreis 77.508 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren – 552 weniger als ein Jahr zuvor.

Schulkindbetreuung wächst am stärksten

Für Kinder zwischen 6,5 und 14 Jahren gab es 17.513 Betreuungsplätze. Das waren 685 mehr als im Vorjahr. Obwohl die Zahl der Kinder in dieser Altersgruppe um 377 zunahm, stieg die Versorgungsquote auf 41,05 Prozent. Der für 2026 geplante Ausbau um 704 Plätze wurde laut Bericht nahezu vollständig umgesetzt.

Bei den unter Dreijährigen standen zum 1. März 2026 insgesamt 5.904 Plätze zur Verfügung, 15 mehr als im Vorjahr. Zugleich sank die Zahl der Kinder in dieser Altersgruppe um 750 auf 14.740. Die Versorgungsquote erreichte 40,05 Prozent. Für 2027 sind 80 zusätzliche Plätze und für 2028 weitere 20 geplant. Für 2029 meldeten die Städte und Gemeinden keinen Ausbau.

Mehr als genug Plätze für Kindergartenkinder gemeldet

Für Kinder im Alter von drei bis 6,5 Jahren wurden 22.732 Plätze gemeldet, 78 weniger als im Vorjahr. Da die Zahl der Kinder zugleich um 143 zurückging, stieg die Versorgungsquote auf 113,07 Prozent. Für 2027 sind 195 zusätzliche Plätze vorgesehen, darunter 50 für die Ganztagsbetreuung.

In der Kindertagespflege waren zum Stichtag 218 Tagespflegepersonen aktiv. Sie betreuten 742 Kinder; laut Bericht ging die Zahl leicht zurück.

Kommunen planen unterschiedlich

Die Entwicklung fällt von Stadt zu Stadt und von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich aus. Für 2027 ist in einzelnen Kommunen erstmals auch ein Abbau von Plätzen oder die Schließung von Gruppen vorgesehen. Nach Einschätzung des Berichts muss die Betreuungsplanung deshalb stärker auf die jeweilige Bevölkerungsentwicklung reagieren.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: