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Haushaltsprognose für den Landkreis Ludwigsburg: ordentliches Ergebnis mit deutlicher Verschlechterung
Der Verwaltungsausschuss wurde am Montag, 28. September, informiert.
Es ging um eine schlechtere Finanzlage.
Der Landkreis Ludwigsburg erwartet nach Prognose eine deutliche Verschlechterung.
Das ordentliche Ergebnis soll sich um rund 23,8 Millionen Euro verschlechtern.
Landrat Dietmar Allgaier sagte, die Entwicklung beruhe nicht auf Konsolidierungsmaßnahmen.
Er hatte bereits beschlossene Konsolidierungsmaßnahmen gemeint.
Allgaier nannte als Hauptursachen hohe Kosten in der Eingliederungshilfe.
Allgaier nannte auch verzögerte Erstattungen des Landes.
Mehrkosten bei Transferaufwendungen und fehlende Abschlagszahlungen
Der Landkreis rechnet bei den Transferaufwendungen derzeit mit Mehrkosten.
Die Mehrkosten sollen rund 16,2 Millionen Euro betragen.
Die Kosten entstehen vor allem durch Nachzahlungen für Vorjahre.
Der Landkreis erhielt für das Jahr 2026 bisher Abschlagszahlungen vom Land.
Die Abschlagszahlungen sollen rund 7,5 Millionen Euro betragen.
Im Haushalt waren Einnahmen von 25 Millionen Euro eingeplant.
Dadurch entsteht zunächst eine Finanzierungslücke von rund 12,5 Millionen Euro.
Ein Ausgleich dieser Beträge wird erst in kommenden Jahren erwartet.
Allgaier appellierte an das Land, Abschlagszahlungen rechtzeitig zu leisten.
Allgaier sagte, Stadt- und Landkreise könnten nicht länger vorleisten.
Er nannte dafür diese Größenordnung.
Sozialetat weicht vor allem zeitlich ab
Sozialdezernent Christos Vavouras erklärte die Abweichungen im Sozialetat.
Vavouras sagte, die Abweichungen beruhten größtenteils auf zeitlichen Verschiebungen.
Er nannte Verschiebungen bei Erstattungen des Landes.
Er nannte auch Verschiebungen bei Auszahlungen für Vorjahre.
Vavouras sagte, die tatsächliche Verschlechterung liege bei rund 3,5 Millionen Euro.
Vavouras nannte höhere Kostensteigerungen als erwartet.
Er nannte Tarifabschlüsse als Beispiel.
Er nannte zudem gestiegene Sachkosten.
Er nannte auch vertraglich vereinbarte Dynamisierungen.
Defizit steigt auf voraussichtlich 40,2 Millionen Euro
Finanzdezernentin Bettina Beck erläuterte die weitere Entwicklung.
Beck sagte, der Landkreis müsse mit 2,4 Millionen Euro geringeren Erträgen rechnen.
Beck sagte, gleichzeitig stiegen die Aufwendungen.
Die Aufwendungen sollen um 21,4 Millionen Euro steigen.
Beck sagte, dadurch verschlechtere sich das Ergebnis um 23,8 Millionen Euro.
Das Defizit wuchs von ursprünglich geplanten 16,5 Millionen Euro.
Das Defizit soll auf voraussichtlich 40,2 Millionen Euro wachsen.
Liquidität und Finanzhaushalt geraten stärker unter Druck
Auch die Liquidität des Landkreises gerate stärker unter Druck.
Das sagte der Landkreis nach der aktuellen Prognose.
Statt des kalkulierten Zahlungsmittelüberschusses des Ergebnishaushalts von 3,1 Millionen Euro.
Es werde nun ein Zahlungsmittelbedarf von 20,7 Millionen Euro prognostiziert.
Hinzu komme ein höherer Finanzierungsbedarf für Investitionen.
Der Finanzierungsbedarf soll um 5,3 Millionen Euro höher ausfallen.
Der Kreistag beschloss am 17. Juli 2026 eine Kreditermächtigung.
Die Kreditermächtigung 2026 soll nach Kreistagsbeschluss nicht genutzt werden.
Dadurch entstehe zusätzlich ein Finanzierungsbedarf aus der Finanzierungstätigkeit.
Dieser Finanzierungsbedarf soll 4,3 Millionen Euro betragen.
Insgesamt verschlechtere sich der Finanzhaushalt um 39,7 Millionen Euro.
Ausblick auf den Finanzierungsmittelbestand
Der Finanzierungsmittelbestand des Landkreises soll sinken.
Nach aktueller Prognose soll der Bestand um 68,3 Millionen Euro zurückgehen.