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Betreff: Quishing/Pressemitteilung der Stadt Offenburg
Pressemitteilung Nr. 57/2025
6. Februar 2025
Betrugsmasche mit QR-Codes
Was ist die Masche und wie können sich Bürgerinnen und Bürger davor schützen
Die neueste Masche des Online-Betruges ist da und nennt sich Quishing. Der Begriff setzt sich zusammen aus "QR-Code" und "Phishing". Kriminelle nutzen QR-Codes, um Opfer auf gefälschte Webseiten zu locken und deren persönliche Daten zu stehlen.
Beim Quishing platzieren Kriminelle manipulierte QR-Codes an öffentlichen Orten (etwa Parkautomaten, Bushaltestellen oder Restaurant-Tischen) oder senden sie per E-Mail, Brief oder Messenger-Dienste an ihre potenziellen Opfer. Diese Codes leiten die Nutzer*innen auf gefälschte Webseiten, die echten Banking-, Shopping- oder Unternehmensportalen täuschend ähnlich sehen. Die Nutzenden werden dazu verleitet, Login-Daten, Kreditkarteninformationen oder andere sensible Daten einzugeben, die von den Kriminellen abgegriffen werden. Methoden sind das Versenden dringender Zahlungsaufforderungen oder die Eingabe der Bankdaten zur Sicherheitsüberprüfung.
In einigen Städten wurden schon falsche Strafzettel an Scheibenwischer geklemmt, um gutgläubige Autofahrer*innen zur Zahlung eines vermeintlichen Bußgelds zu bringen. Bei Zweifeln können Betroffene bei der ausstellenden Bußgeldstelle nachfragen, um den Sachverhalt zu klären.
Folgende Sicherheitsmaßnahmen können gegen Quishing helfen: Generell sollten keine QR-Codes gescannt werden, bei denen die Quelle nicht bekannt ist, insbesondere im öffentlichen Raum. Falls ein QR-Code eine Webseite öffnet, sollte die URL (die Ziel-Internetadresse) sorgfältig auf Tippfehler oder ungewöhnliche Zeichen kontrolliert werden. Anmeldedaten sollten über QR-Codes generell nicht eingegeben werden, sondern nur direkt auf der offiziellen Webseite im Browser.
Relativ einfach zu entlarven sind überklebte QR-Codes. Bei dieser gängigen Methode wird ein Plakat oder Zettel an der Stelle des QR-Codes mit einem anderen überklebt. Wer Opfer der Betrugsmasche geworden ist, informiert umgehend die Polizei. Über die Online-Wache des Bundeslandes kann Anzeige erstattet werden. Falls Opfer bereits Geld bezahlt haben, sollten diese unverzüglich die Bank informieren oder den Sperr-Notruf 116116 anrufen.
Quishing ist eine neue und perfide Betrugsmethode, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit einer gesunden Skepsis, erhöhter Wachsamkeit und den richtigen Sicherheitsmaßnahmen können Nutzerinnen und Nutzer sich jedoch effektiv davor schützen.
Weitere Informationen gibt es unter: www.praevention-offenburg.de unter dem Reiter "Themen - Betrug".