Beteiligungsprozess für Leitbild „Waldbronn 2035+“ vorläufig abgeschlossen

Beteiligungsprozess fürs Leitbild „Waldbronn 2035+“ im Kurhaus abgeschlossen: Entwurf an Bürgermeister Christian Stalf übergeben, Beratung im Gemeinderat am 18. November.

Von Neues aus Waldbronn2 Min. Lesezeit
Ein bearbeitetes Leitbild-Foto zur Übergabe im Rahmen des Waldbronner Leitbilds 2035+; genaue Personen oder Inhalte sind aus der Bilddatei nicht ersichtlich.

Foto: Gemeinde Waldbronn

Foto: Gemeinde Waldbronn

Mit einer symbolischen Übergabe des Entwurfs an Bürgermeister Christian Stalf ist der Beteiligungsprozess für das neue Leitbild „Waldbronn 2035+“ im Kurhaus vorläufig abgeschlossen worden. Das mehr als 130 Seiten umfassende Papier soll als Orientierung für die Entwicklung der Gemeinde in den kommenden Jahren dienen.

Erarbeitet wurde der Entwurf laut Gemeinde gemeinsam von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vereinsvertretungen und Gemeinderatsmitgliedern. Besonders hervorgehoben werden außerdem die Mitglieder und Leitungen der sechs Arbeitsgruppen, die Hinweise, Ideen und Vorschläge gesammelt, beraten und zu konkreten Ansätzen weiterentwickelt haben. Begleitet wurde der Prozess vom Fachbüro Futour.

Leitbild knüpft an frühere Planungen an

Nach Angaben der Gemeinde greift das Leitbild viele Gedanken aus dem früheren Leitbild 2025 auf und ergänzt sie um neue Themen und weitere Projekte. Explizit neu im Vergleich zum Leitbild 2025 ist demnach das Themenfeld Digitalisierung.

Die Gemeinde betont zugleich, dass das Leitbild kein Wunschkatalog sei, aus dem sich jede Idee unmittelbar und vollständig umsetzen lasse. Als mögliche Grenzen nennt sie begrenzte finanzielle Mittel und personelle Ressourcen, fehlende Flächen sowie rechtliche Rahmenbedingungen. Dennoch soll das Papier sichtbar machen, welche Schwerpunkte die Bürgerschaft für Waldbronn setzt, und damit Verwaltung und Gemeinderat bei künftigen Entscheidungen Orientierung geben.

Sechs Themenfelder stehen im Mittelpunkt

  • Orts- und Innenentwicklung: Genannt werden unter anderem attraktive Begegnungs- und Aufenthaltsorte für alle Generationen, die Weiterentwicklung der Ortskerne sowie eine stärkere Berücksichtigung von Fuß- und Radverkehr.
  • Kurort, Tourismus und Freizeit: Dieses Feld befasst sich mit der Attraktivität Waldbronns für Gäste und Einheimische, einem langfristigen Konzept für den Kurpark, der Stärkung der Freizeitangebote und einem Überblick über alle Veranstaltungen.
  • Bildung, Soziales und gesellschaftliches Engagement: Im Fokus stehen Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen sowie ein lebendiges Vereins- und Ehrenamtsleben. Junge Menschen sollen künftig stärker an der Weiterentwicklung der Gemeinde beteiligt werden.
  • Klima, Ökologie und Nachhaltigkeit: Ziel ist es, Waldbronn widerstandsfähig gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen und Natur, Ressourcen und Lebensqualität langfristig zu schützen.
  • Digitalisierung: Das digitale Rathaus soll sowohl bei den Angeboten für Bürgerinnen und Bürger als auch bei internen Abläufen der Verwaltung weiter ausgebaut werden.
  • Wirtschaft und Arbeit: Die Arbeitsgruppe befasste sich unter anderem mit dem Bedarf einer aktiven Wirtschaftsförderung und mit der Frage nach künftigen Gewerbeflächen. Dazu soll eine Entscheidung für oder gegen solche Flächen herbeigeführt werden.

Abschlussveranstaltung mit Info-Markt

Nach der Vorstellung der Ergebnisse der Arbeitsgruppen folgte ein „Info-Markt der Möglichkeiten“. Dort konnten Bürgerinnen und Bürger die einzelnen Themen an Schautafeln ansehen, mit Mitgliedern der Arbeitsgruppen ins Gespräch kommen und kennzeichnen, welche Maßnahmen und Ideen ihnen besonders wichtig sind. Diese Priorisierung soll Hinweise für die nächsten Schritte liefern.

Mit der Veranstaltung endet nach Darstellung der Gemeinde die intensive Beteiligungsphase. In die weitere Entwicklung sollen jedoch sowohl die Arbeitsgruppen als auch die Steuerungsgruppe eingebunden bleiben.

Nächster Schritt im Gemeinderat

Als nächstes soll das Leitbild voraussichtlich in der Sitzung des Gemeinderats am 18. November beraten werden. Zuvor will die Verwaltung die Ergebnisse weiter sichten und priorisieren.

Für Rückfragen zur Pressemitteilung nennt die Gemeinde Fachbereichsleiter Reinhold Bayer unter der Telefonnummer 07243 609 150.

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