20-Jähriger E-Scooter-Fahrer von Euro City-Zug erfasst
Unfall am Bahnhof Lauingen: Trotz Verletzungen bleibt Fahrer ansprechbar – Bundespolizei warnt vor Gleisgefahren
Am Mittwochnachmittag ereignete sich im Bereich des Bahnhofs Lauingen an der Donau ein schwerer Unfall: Ein 20-jähriger Deutscher überquerte mit seinem E-Scooter aus bislang ungeklärten Gründen die Gleise und wurde dabei von einem herannahenden Zug erfasst. Trotz eingeleiteter Schnellbremsung des Euro City-Zugs und eines Achtungspfiffs konnte der Zusammenstoß nicht verhindert werden. Der junge Mann wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, blieb jedoch ansprechbar.
Details zum Unfallhergang
Der Vorfall ereignete sich gegen 17 Uhr, als der E-Scooter-Fahrer aus bislang unbekannten Motiven das Gleisbett betrat. Der betroffene Euro City-Zug 112 war zum Zeitpunkt des Unfalls mit rund 250 Reisenden besetzt. Glücklicherweise wurden weder Fahrgäste noch Zugpersonal verletzt. Die Unfallstelle musste für etwa 90 Minuten voll gesperrt werden, um Rettungs- und Ermittlungsmaßnahmen zu ermöglichen.
Lebensgefahr im Gleisbereich
Die Bundespolizei weist erneut eindringlich auf die erheblichen Gefahren im Gleisbereich hin. Züge nähern sich nahezu lautlos, ihr langer Bremsweg und die Unmöglichkeit des Ausweichens stellen erhebliche Risiken dar. Insbesondere die Sogwirkung vorbeifahrender Züge kann selbst nach dem Verlassen der Gleise lebensgefährlich sein.
Maßnahmen und Appelle der Polizei
Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet. Sie appelliert eindringlich, Gleisanlagen nie als Abkürzung zu verwenden und ausschließlich vorgesehene Wege, Bahnübergänge und Fußgängerüberwege zu nutzen. Der Aufenthalt im Gleisbereich ist verboten und lebensgefährlich. An Bahnübergängen gilt es, bei geschlossenen Schranken oder Rotlicht unbedingt stehen zu bleiben.
Hinweise zum sicheren Verhalten auf Bahnanlagenhttps://www.bundespolizei.de
Zuständigkeit der Bundespolizeiinspektion Nürnberg
Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg, mit ihren Revieren in Augsburg, Ingolstadt und Ansbach, ist für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung an Anlagen der Deutschen Bahn verantwortlich. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst 309 Bahnhöfe und Haltepunkte sowie insgesamt 1823 Streckenkilometer in Teilen Bayerns, was etwa 23 Prozent der bayerischen Landesfläche entspricht.
Die aktuellen Ereignisse verdeutlichen die Wichtigkeit, die Sicherheitsregeln auf Bahnanlagen strikt einzuhalten. Nur gemeinsam lässt sich das Risiko für alle Bahnreisenden und Passanten minimieren.
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