Zwei Tatverdächtige nach Einbruchserie festgenommen
Stuttgart und Reutlingen: Mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft – Ermittlungen laufen weiter

Die Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Reutlingen hat zu einem bemerkenswerten Erfolg im Kampf gegen die regionale Einbruchskriminalität geführt. Eine auf Einbruchsdelikte spezialisierte Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizeidirektion Tübingen konnte zwei mutmaßliche Täter festnehmen, die für eine Serie von Wohnungseinbrüchen in mehreren Landkreisen Baden-Württembergs verantwortlich sein sollen.
Festnahme nach landkreisübergreifenden Einbrüchen
Die beiden Männer im Alter von 41 und 59 Jahren stehen im Verdacht, seit Ende November zahlreiche Einbrüche sowie Einbruchsversuche im Raum Neuhausen auf den Fildern, darunter Wiflingshausen, Aichwald-Schanbach, Aichschieß, Notzingen, Denkendorf, Ebersbach an der Fils und weitere Orte, verübt zu haben. Die Ermittler führen die Erfolge auf personal- und zeitintensive Maßnahmen zurück: Neben der Auswertung von Kameraaufnahmen wurden Spuren minutiös gesichert und analysiert, um die Täterschaft nachzuweisen.
Die Gesamtschadenssumme ist erheblich. In der bisherigen Bilanz werden entwendeter Schmuck mit einem geschätzten Wert von über 28.000 Euro und zusätzlich ein mutmaßlicher fünfstelliger Betrag an Sachschäden aufgeführt.
Ablauf der Festnahme
Am Dienstagabend meldete ein Bewohner der Lindenstraße in Neuhausen einen Einbruch in sein Wohnhaus. Kurz nach 18:30 Uhr traf er im Haus auf die mutmaßlichen Täter, die sich offenbar Zugang durch eine Kellertür verschafft hatten. Die Polizei konnte beide Männer nach einem Fluchtversuch vorläufig festnehmen.
Bei den anschließenden Durchsuchungen fanden die Einsatzkräfte sowohl im Pkw der Verdächtigen als auch in der Wohnung des 41-Jährigen in Esslingen mutmaßliches Einbruchswerkzeug, typische Tatbekleidung und mehrere tausend Euro Bargeld.
Hintergrund zu den Tatverdächtigen
Beide Festgenommenen sind kosovarische Staatsangehörige. Während der 59-Jährige derzeit über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügt, liefen gegen beide weitere kriminalpolizeiliche Ermittlungen – vor allem im Hinblick auf weiterer möglicher Taten.
Rechtliche Schritte und Ausblick
Die beiden Männer wurden dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden Haftbefehle erlassen und vollzogen. Die Beschuldigten wurden in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, während die Ermittlungen hinsichtlich weiterer zuzuordnender Einbrüche fortgesetzt werden.
Dieser Fall zeigt, mit welchem Aufwand und welcher Präzision Polizei und Ermittlungsbehörden gegen organisierte Einbruchskriminalität vorgehen. Die Ermittlungen dauern weiterhin an; neue Erkenntnisse könnten weitere Delikte ans Licht bringen.
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