Selbstanzeige beim Bund: Krimineller sucht die Polizei auf
39-Jähriger gesteht Haftbefehl und muss ins Gefängnis
39-Jähriger stellt sich freiwillig bei der Polizei
Kehl – Manchmal gibt es sie noch: die Momente im Leben, in denen man seine Vergangenheit einholt. Ein 39-jähriger italienischer Staatsbürger wusste wohl, dass er irgendwann die Rechnung begleichen muss und hat sich gestern Abend freiwillig beim Bundespolizeirevier in Kehl gemeldet.
Der Mann machte kurzen Prozess und gab unumwunden zu, dass er per Haftbefehl gesucht wird. Und tatsächlich, eine kleine Überprüfung bestätigte seinen gemütlichen Abend nicht gerade – er wird wegen eines Raubdeliktes gesucht.
Ein langer Weg hinter Gittern
Es stellte sich heraus, dass er aus einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren noch satte 1009 Tage, also fast drei Jahre, abzusitzen hat. Der Entschluss, die Freiheit freiwillig gegen Gitterstaub zu tauschen, wirkt wie ein ungewöhnlich mutiger, aber vielleicht auch befreiender Schritt.
Die Polizei ließ sich nicht lange bitten und brachte den Mann zur Justizvollzugsanstalt, wo er nun erst einmal einige Zeit darüber nachdenken kann, wie man sich in nebenberuflichem Freiheitsentzug zu engagieren scheint.
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