Sprache wählen

Helden des Hochwassers 2024 geehrt

Stuttgart zeichnet Einsatzkräfte für ihren unermüdlichen Einsatz bei den Überschwemmungen in Süddeutschland aus

Von Blaulichtreport

Artikel anhören

Zahlreiche Einsatzkräfte wurden am 2. Dezember 2025 in Stuttgart mit der Bevölkerungsschutz-Ehrenmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Würdigung galt Feuerwehr, DLRG sowie THW für deren außergewöhnlichen und langandauernden Einsatz während des Hochwassers 2024 in Süddeutschland.

Herausforderungen während des Hochwassers 2024

Ende Mai bis Anfang Juni 2024 waren Teile Süddeutschlands von massiven Unwettern betroffen. Die Region stand vor vielfältigen Herausforderungen: Landkreise waren von Überschwemmungen betroffen, zahlreiche Menschen mussten aus Gefahrenbereichen gerettet und kritische Infrastrukturen gesichert werden.

Über mehrere Tage hinweg engagierten sich Einsatzkräfte unter oft schwierigen Bedingungen – haupt- wie ehrenamtlich. Tausende Sandsäcke wurden befüllt, transportiert und installiert. Moderne Technik und effiziente Koordination ermöglichten es, Überschwemmungen einzudämmen und die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Gemeinsamer Einsatz über Stadt- und Landkreisgrenzen

Im Mittelpunkt des Einsatzes stand die effektive Zusammenarbeit zwischen Berufsfeuerwehr, Freiwilligen und spezialisierten Einheiten. Das reibungslose Zusammenspiel aller Einsatzkräfte – über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg – wird als Schlüsselfaktor für die Bewältigung der Krise hervorgehoben.

Ein markantes Beispiel: Boote wurden unter anderem nach Ebersbach entsandt, um dort Hilfe zu leisten; auch in Rudersberg kam ein Wasserrettungszug zum Einsatz.

  • Technisches Hilfswerk (THW): Leistungsstarke Pumpen kamen zum Einsatz, um überflutete Bereiche zu entlasten; Steganlagen am Neckar wurden gesichert.

  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG): Die Spezialkräfte des Wasserrettungszugs waren unter anderem in Rudersberg tätig.

  • Feuerwehr Stuttgart: Die Logistikabteilung sicherte Transporte von Sandsäcken in die betroffenen Gebiete. Zudem wurden Strömungsretter mit Booten und Unimogs in Göppingen eingesetzt und das Hytrans Fire System (HFS) zur Wasserförderung im Rems-Murr-Kreis genutzt.

    Auszeichnung für außergewöhnlichen Einsatz

    Im Rahmen einer Feierstunde mit Bürgermeister, Feuerwehrkommandant und Amtsleiter wurden die Einsatzkräfte für ihr unermüdliches Engagement geehrt. Die Bevölkerungsschutz-Ehrenmedaille erhielten alle, die mindestens 72 Stunden im Einsatz standen. Doch der Dank gilt ausdrücklich auch jenen, die sich unabhängig von der Einsatzdauer engagierten.

    Während der Auszeichnung betonte Maier: „Solch verheerende Unwetter können jeden Ort in Baden-Württemberg treffen. Umso wichtiger ist es, dass wir in solchen Situationen beistehen. Ich bin froh, dass wir die Stuttgarter schnell und effektiv unterstützen konnten.“

    Dr. Belge würdigte die Bedeutung ehrenamtlicher Hilfe: „Ihr Einsatz ist für unsere Gemeinschaft von unschätzbarem Wert, insbesondere wenn man bedenkt, dass der überwiegende Großteil der heute ausgezeichneten Einsatzkräfte ehrenamtlich im Einsatz war.“

    Ein starkes Zeichen für Solidarität und Engagement

    Die Geehrten nahmen die Auszeichnung stellvertretend für alle Kräfte entgegen, die durch Entschlossenheit, Professionalität und Solidarität maßgeblich zur Bewältigung des Hochwassers beigetragen haben. Das Ereignis verdeutlichte einmal mehr, wie wichtig der Zusammenhalt von haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Katastrophenfall ist.

    Das reibungslose Miteinander und die Anerkennung der Beteiligten setzen ein wichtiges Zeichen für zukünftige Herausforderungen. Die Eindrücke und Erfahrungen aus dem Hochwasser 2024 dürften noch lange nachwirken – nicht zuletzt als positives Beispiel für schnelle und engagierte Hilfe im Ernstfall.

    Eigene Anzeige

    Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

    Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

    Jetzt anfragen

    Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: