Großbrand in ehemaligem Hotel in Stuttgart-Feuerbach
250 Geflüchtete evakuiert – Einsatzkräfte kämpfen gegen schwer zugänglichen Dehnfugenbrand

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Ein Brand in einem ehemaligen Hotel in der Siemensstraße in Stuttgart-Feuerbach hat am Montagnachmittag einen großen Einsatz der Feuerwehr und zahlreicher Hilfskräfte ausgelöst. Das Gebäude, in dem sich rund 250 geflüchtete Personen aufhielten, musste aufgrund der Gefahrenlage rasch evakuiert und die Bewohnerinnen und Bewohner in verschiedene Notunterkünfte gebracht werden.
Entstehung und Verlauf des Brandes
Gegen 16 Uhr entdeckten Mitarbeiter eine Rauchentwicklung im leerstehenden Hotel. Die umgehend eingeleiteten Such- und Kontrollmaßnahmen dauerten mehrere Stunden, führten aber zunächst zu keiner eindeutigen Ursache. Erst bei einer weiteren Nachkontrolle gegen 20 Uhr konnte die Brandquelle exakt lokalisiert werden: Es handelte sich um einen sogenannten Dehnfugenbrand.
Die Löscharbeiten erwiesen sich als besonders aufwendig. Um das Feuer in der Dehnfuge zu bekämpfen, mussten Wände geöffnet und Wasser gezielt über Löschlanzen eingebracht werden. Die Bauweise und Größe des Gebäudes erschwerten die Maßnahmen zusätzlich und sorgten für einen langwierigen Einsatz bis in die frühen Morgenstunden.
Evakuierung und Notunterkünfte für Geflüchtete
Da bei dem Brand neben giftigem Rauch auch das gefährliche Gas Kohlenmonoxid entstand, war das Gebäude nicht mehr bewohnbar. Die sofortige Evakuierung der geflüchteten Personen wurde durch den Einsatz von Bussen der SSB AG und mehreren Krankentransportwagen des Bevölkerungsschutzes sichergestellt. Für die Nacht wurden Notunterkünfte in Stuttgarter Sporthallen und durch die Freiwillige Feuerwehr eingerichtet, sodass die Betreuung aller Evakuierten bis in die Morgenstunden gewährleistet war.
Beteiligte Einsatzkräfte und weiteres Vorgehen
Insgesamt waren rund 80 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte vor Ort, um den Einsatz zu koordinieren und durchzuführen. Dazu gehörten mehrere Einheiten der Berufsfeuerwehr aus verschiedenen Feuerwachen, zahlreiche Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr sowie Rettungsdienste und Organisationen des Bevölkerungsschutzes wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Malteser Hilfsdienst.
Bis zum frühen Morgen dauerten die Kontroll- und Löschmaßnahmen weiter an. Zusätzlich wurden Fachfirmen hinzugezogen, um das Gebäude weiter zu sichern und eventuelle Restgefahren auszuschließen.
Weitere Maßnahmen und Situation vor Ort
Für die kommenden Stunden sind weitere Kontrollen des Gebäudes geplant. Die Behörden kontrollieren regelmäßig den Brandort und koordinieren fortlaufend die Unterstützung für die Betroffenen in den Notunterkünften. Auch die Betreuung der evakuierten Personen bleibt ein zentrales Anliegen der Einsatzkräfte.
Die Einsatzmaßnahmen dauern zum aktuellen Zeitpunkt an. Eine Rückkehr der knapp 250 Geflüchteten in das ehemalige Hotel ist vorerst nicht möglich. Die Fachleute setzen alles daran, die Sicherheit im betroffenen Gebäudekomplex schnellstmöglich wiederherzustellen.
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